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Waffenkunde 1. Stunde Seid gegrüßt, liebe Schüler. In diesem Unterricht werdet Ihr einiges über Waffen lernen, sowohl ihren Aufbau wie auch den Umgang mit ihnen.
1) Der Dolch Der Dolch, im lateinischen dolo, ist meist eine zweischneidige Waffe, die dem Messe nicht unähnlich ist. Weiterhin besitzt der Dolch einen symmetrischen Griff und zählt zu den Stichwaffen, womit er keine Fechtwaffe ist. Dolche lassen sich kaum schärfen, da die Faserrichtung anders als bei Messern verläuft. Den Dolch kann man in zwei Unterarten
unterteilen. Zunächst gibt es welche mit einem linsen- oder rautenförmigen
Querschnitt, die man zur Not auch mal zum Schneiden benutzen kann und eine
flache, leichte Klinge besitzen. Dann gibt es noch die Dreikantklingen, die
bruchsicherer sind und bei Stichverletzungen stärker aufklaffende Wunden
erzeugen, die man schlechter behandeln kann. 2) Ringknaufdolch Der Ringknaufdolch ist eine Waffe, die dem späten Mittelalter zuzuordnen ist. Er charakterisiert sich durch einen fast oder vollständig geschlossenen Ring anstelle des Knaufes am oberen Ende des Heftes. In diesen Ring wird eine Kette eingehängt, die am Brustpanzer befestigt wird.
3) Vor- und Nachteile des Kurzschwerts im Vergleich mit dem Langschwert Im Vergleich zum Langschwert besteht beim Kurzschwert ein Vorteil darin, dass es kostengünstiger ist, weil man für die Herstellung weniger Material benötigt. Außerdem ist es dadurch auch leichter und im Nahkampf um einiges praktischer, da man es in einer dichten Menschenmenge schneller ziehen kann, es aber auch leichter zu verbergen ist. Nachteile im Gegensatz zum Langschwert
bestehen darin, dass das Kurzschwert eine geringere Reichweite hat und man
mehrere Gegner nur schwer gleichzeitig abwehren kann. Außerdem ist ein
Langschwert robuster. Das geringere Gewicht des Kurzschwert kann ebenfalls ein
Nachteil sein, da man mit ihm in manchen Situationen nicht so gut die Balance
halten kann. Durch das geringe Gewicht sind Schläge des Kurzschwerts auch nicht
so effektiv wie die eines Langschwerts. 4) Der Katzenbalger Der Katzenbalger gehört zu den
Kurzschwertern und ist demnach eine Nahkampfwaffe, die im 15. und 16.
Jahrhundert von Landsknechten eingesetzt wurde. Der Katzenbalger zeichnet sich
durch seine Breite und seine Kürze aus (die Klinge hat eine Länge von 80cm und
eine Breite von 4 bis 5cm), so wie durch den förmigen Handschutz und den
Fischflossenknauf. Der Name des Kurzschwerts stammt einer Legende nach von dem
Katzenleder, das an der Scheide oder dem Griff festgemacht wurde. Man behauptet
jedoch, dass der Name auf das Balgen von Katzen zurückzuführen ist, da sich die
Waffe genauso agil führen lässt. 5) Der Zweihänder Der Zweihänder, auch Bidenhänder oder
Bihänder genannt, ist ein Schwert mit außergewöhnlich langer Klinge von 140 bis
200 cm und einem Gewicht von 3 bis 5kg-. Ursprünglich schmiedete man diese
Waffen im 14. Jahrhundert, um mit ihnen durch die Lanzen der Gegner zu kommen,
eine Bresche in sie hineinzuschlagen, damit Truppen mit leichteren Waffen
angreifen könnten. 6) Die Parierstange Als Parierstange bezeichnet man das Querstück zwischen Griff und Klinge eines Schwertes oder Messers, dessen Zweck es war, die eigene Hand zu schützen und gegnerische Schläge auf die Hand zu vereiteln, so dass sie nicht verletzt wurde.
Hausaufgaben: 1) Erklärt den "Doppelsöldner". 2) Sucht zu Dolch, Zweihänder und Kurzschwert ein Bild, das Euch gefällt
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